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Teneriffa - Inselinformationen - Strände im Norden
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Vorweg sei gesagt: Wenn die Strände im Inselsüden schon mit Vorsicht zu genießen sind (insbesondere in den Wintermonaten, wo der Atlantik einen sehr wuchtigen, hohen Wellengang und stärkere Strömungen als im Sommer hat), ist im Winter das Baden an den Nordstränden praktisch unmöglich. Selbst geübte Schwimmer sollten dann lieber in den Swimming Pool gehen - und wer unbedingt das "lebende Wasser", die Wellen, hautnah erleben möchte, der sollte - im Winter, wie gesagt - das Ganze in jedem Fall auf einen Strandspaziergang beschränken und höchstens mal die Füße nass machen - und dabei ja nicht das Meer ganz aus den Augen verlieren, denn ganz plötzlich kommen immer wieder einmal Riesenbrecher angerollt, die einen ganz schnell ins Meer ziehen können. Dass dies keine Übertreibung ist, mag daraus ersichtlich werden, dass immer wieder Menschen, die auf der Mole von Puerto de la Cruz den Seegang betrachten, zumindest klitschnass werden - und es kommt auch immer wieder vor, dass sie von der Mole heruntergespült werden, was schon Todesopfer gefordert hat.
Im Sommer jedoch bieten sich schöne Bademöglichkeiten, doch auch dann ist Vorsicht geboten. Achten Sie immer auf die rote Fahne - und gehen Sie nie ins Wasser, wenn keine anderen Schwimmer zu sehen sind. Der Strand El Socorro beispielsweise trägt seinen Namen nicht umsonst ("Socorro" heißt auf spanisch Hilfe). Es ist ein sehr schöner Strand, der allerdings eine starke Strömung hat. Ungefährlich ist hingegen der Strand von San Marcos (Icod de los Vinos), der durch eine natürliche Bucht und eine Mole geschützt ist. In Puerto de la Cruz bietet sich gleich neben der großen Schwimmbadanlage der schwarze Martiánez-Strand für's Bad an - auf der einen Seite offen für die guten Schwimmer und Surfer - auf der anderen Seite für Leute, die das Meer ganz geruhsam genießen wollen, durch eine Mole geschlossen. Im Ortsteil Punta Brava, direkt beim Loro Parque, ist in den letzten Jahren ein fabelhafter schwarzer Strand entstanden, der durch einen Wellenbrecher geschützt ist: Playa Jardin (Allerdings auch hier: Vorsicht, wenn die rote Fahne weht!). Der Strand ist übrigens ein Werk des berühmten Künstlers César Manrique, genau wie die Meeresschwimmbäder mit dem künstlichen See. Unterhalb von La Orotava liegen die Strände Santa Ana, Bollullo und Los Patos. Santa Ana und Los Patos sind - inoffiziell - Nacktbadestrände. Los Patos ist übrigens nur über einen halsbrecherischen Weg zu erreichen. Bollullo ist eher ein Familienstrand, und selbst top-less sollte man hier lieber nicht gehen – auch wenn's andere Touristen tun. Unterhalb von Tacoronte liegt El Prix, eine schöne Bademöglichkeit, allerdings kein Strand, sondern Felsen. Gleich nebenan liegt der Strand von Mesa del Mar. Und jetzt ein kleiner Sprung auf der Landkarte nach Bajamar und Punta del Hidalgo, zwei kleine Urlaubsorte, in denen derjenige, der etwas mehr Ruhe und Erholung sucht, voll auf seine Kosten kommt. Hier locken unter anderem Wanderungen in die herrliche Gebirgslandschaft von Anaga, das zusammen mit Teno, dem Nordwestzipfel der Insel, der älteste Teil von Teneriffa ist. In beiden Orten gibt es Meeresschwimmbäder, denn hier am nördlichsten Punkt der Insel ist das Bad im Meer nur an vereinzelten Tagen im Jahr möglich. Geruhsam in den kleinen Läden einkaufen, in einer kleinen Kneipe einkehren - all das sind hier am Nordostzipfel der Insel ganz gemütliche Unternehmungen. Und wer Angst vor Fremdsprachen hat: hier spricht wirklich jeder deutsch! Und noch ein Sprung: bis zur Inselhauptstadt Santa Cruz und zum nahegelegenen Fischerdorf San Andrés. Hier liegt der Teresitas-Strand, der Trost für all diejenigen, die nicht in die Heimat zurückfliegen möchten, ohne das Bad im Atlantik erlebt zu haben. Der goldgelbe, künstlich mit Sand aus der damals noch spanischen Sahara aufgeschüttete Teresitas-Strand ist so vollständig durch eine Mole geschützt, dass man hier das ganze Jahr hindurch baden kann. In Santa Cruz selbst lockt direkt beim Hafen die wunderbare Freibadanlage Parque Marítimo, die im gleichen Stil wie der Lago von Puerto de la Cruz erbaut wurde. |
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